Wissen² - SV Varlheide

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Wissen² - hier stelle ich Euch kurioses und Wissenswertes rund um unserer Vereinsgeschichte vor.
Original Foto´s und Texte aus der Chronik, humorvolle Anektoden aus dem Wissen der Mitglieder.
Schaut öfter mal rein, die Seite bekommt jeden Freitag zuwachs.
Ihr habt auch eine Geschichte oder geschichtliches?  gerne an info@sv-varlheide.de mailen
In den nächsten 4 Wochen werde ich Euch die verschieden Fahrzeuge der Sänitäter und Alten Garde vorstellen. Alles fing an mit einem Karren, gezogen von einer Kuh.
Dieses Bild aus dem Jahr 1939 zeigt den "Sanitätswagen" mit der Fahnenabordnung der Alten Garde. Den Wagen stellte Fritz Kassebaum zur Verfügung, der auch die Zügel selbst in die Hand nahm.

Im Vordergrund leitet Tochter Lieschen das Gefährt durch die Zuschauer. Auf den Schildern seitlich steht "Sanitätswagen der alten Garde 1926-1936", und "Hier kann Neuyork angerufen werden". Ausgerüstet war der Karren unter anderem mit einer sogenannten Säuferliste (Buch mit eingeklebten Spiegel).

"Unser Spieß will doch wohl nicht in´s Gras beißen?
Oder ernährt er sich an den Schützenfesttagen nur noch vegetarisch?"

Auf dem Bild aus dem Jahr 1985 ist unser damalige Spieß und Jetziger Ehrenmajor Hermann Kröger beim einlösen einer verlorenen Wette zu sehen.
Mit den Worten "Wenn Du König wirst, mähe ich Deinen Rasen mit den Zähnen" war die Wette mit seinem Nachbar Christian Lange beschlossene Sache und es kam wie es kommen musste.
Christian Lange wurde 1985 Schützenkönig von Varlheide und Spieß Hermann ließ es sich schmecken.

1963 letzte Benachrichtigung Mit Kokemoor´s Schimmel.
 
Neuer Schützenkönig in Varlheide ist Wilhelm Kokemoor Nr. 144 mit seiner Frau Lenchen als Königin. Die Jungschützenkönigswürde errang Paul Metzing, der Inge Herbst zur Jungschützenkönigin wählte.
 
August Kokemoor ritt das letzte mal zu Pferde, um eine Königin zu benachrichtigen. Eine alte Tradition geht zu Ende.

Major Lahrmann und sein Batallionsadjutant Kokemoor 1949 Hoch zu Roß
Deutschland ist Fußballweltmeister 1974.
Es wird ernst!
Am 1. Sept. 1974 wurde in fortgeschrittener Stunde, nach einem Bedingunsschießen eine seit Wochen verhandelte Wette protokoliert. August Neugebauer und Klaus Wimmer hatten eine fast unlösbar erscheinende Wette angenommen, und zwar wollten beide mit dem Fahrrad von Varlheide nach München fahren, wenn Helmut Schön mit seiner Truppe Weltmeister wurde. Lieschen Winkelmann unsere Vereinswirtin und H.J. Kokemor 53 setzten je ein Fahrrad dagegen. Folgenden Wortlaut hatte die Niederschrift vom l. Sept. 1974:
Alle Unterzeichneten verpflichten sich den unten angegebenen Betrag zu zahlen, wenn August Neugebauer und Klaus Wimmer mit dem Fahrrad von Varlheide nach München fahren. Die Fahrt muss in einer Zeit von innerhalb 8 Tagen ausgeführt werden. Eine Begleitperson, (Paul Gresens) wird zur Aufsicht mitfahren. Die Fahrt darf mit dem Fahrrad nicht unterbrochen werden, jeder Km. muss mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Wenn die Fahrt nicht ausgeführt wird, haben Klaus Wimmer und August Neugebauer 100 Liter Bier zu zahlen. Krankheit (Attest) entschuldigt. 1974 muss noch gestartet werden. Die Beiträge werden nach der Fahrt kassiert. Der Erlös ist für eine neue Varlheider Schützenfahne bestimmt,
so der Wortlaut vom 1. Sept.
Am Morgen des 7. Sept. 1974 fiel gegen 6 Uhr der Startschuss, und schon setzten sich Klaus und August in Bewegung, auf der K. 85 in Richtung Gärtnerei Prießmeier radelten sie davon. Die beim Start anwesenden Kameraden wünschten eine gute Fahrt und winkten den mutigen Radlern nach, bis sie außer Sichtweite waren. Täglich wurde sich nach der Lage erkundigt. Oft wurde die Frage gestellt: Schaffen es die beiden Kameraden wohl? Als dann am Abend des 10. Sept. bekannt wurde, dass sie noch 250 Km zu bewältigen hatten, war man ziemlich sicher, dass es möglich sei denn es waren ja noch einige Tage zur Verfügung. Die Begleitpersonen Paul Gresens und Wilhelm Groschewski hatten für gute Rastplätze, Verpflegung und Quartiere gesorgt. Sonntags am 15. Sept. wurden Fahrer, Begleitpersonen und Abholer von vielen Freunden und Schaulustigen begeistert empfangen. Nun war die Wette erfüllt und nach einigen Tagen begann das Kassieren der Gelder. Alle angesprochenen Freunde gaben gerne einen Betrag. Es kam eine beachtliche Summe zusammen. Erwähnt sei noch, daß Heinz Böhm sich sehr für die Beschaffung der neuen Fahne eingesetzt hat, sei es durch mehrere Spenden, Abholen von Lunchen und Fahrten zur Fahnenfabrik nach Essen. Ebenso muss gesagt werden, dass die gesamte “Alte Garde“ sich an der Spendenaktion beteiligte. Fahrer und Begleitpersonen stellten Ihren Unkostenbetrag zur Verfügung. Die Sammlung wurde am Tage der Jahreshauptversammlung 1975, wo noch einige Strafgelder eingenommen werden konnten beendet. Ein herzliches Dankeschön an Fahrer, Begleiter, Abholer und sämtlichen Spendern.
Der Schriftführer und Kassierer
1966 - 40jähriges Bestehen des Vereins
Margret Kokemoor hält die Fahnenschleife für den Schützenverein Vehlage bereit. Mit Ihr auf dem Podium 2 Urgesteine Ihrer Vereine. Der Vorsitzende der Vehlager Schützen Christian Lösche, der ebenso wie unser Major Wilhelm Lahmann, 40 Jahre Vorsitzender war !
Unsere Schützenbrüder Willi Griepenstroh und August Neugebauer waren immer für einen Spaß zu haben
Zwei mal gab es bereits ein Vater - Sohn Gepann auf dem Varlheider Thron.
Im Jahre 1970 waren es Siegfried und Reinhold Kaschube und 1989 Hans-Dieter und Axel Möller.
v.L. Margret Lohkamp, Reinhold Kaschube, Lehnchen Kaschube und Siegfried Kaschube
v.L. Hans-Dieter Möller, Ingrid Möller, Sonja Behnker und Axel Möller
Anmerkungen zum Königsschießen am Sonnabend, den 21. Mai 1927
 
 
Es war vom Vorstand beschlossen worden, dass der König den neuen Adler stiften musste. Da der damalige König, Karl Krüger der 1. Tischler in der Firma Sander war, wurde ihm gestattet, das er den Vogel selber machen durfte. Die Feinheiten, den Anstrich usw. machte Malermeister Belling in Rahden. Als Karl Krüger am späten Nachmittag des 19. Mai den Adler bei Belling ansehen wollte, war die Werkstatt verschlossen. Bei einem Blick durchs Fenster sah er, das der Vogel zweigeteilt war. Es wurde sofort eine Krisensitzung einberufen, und der Wirt zu 300 RM Strafe verdonnert. (Damals ein schöner Batzen Geld) Man vermutete den Schwiegersohn des Festwirtes Winkelmann, Hermann Kolwes als Urheber, was sich später auch bestätigte. Das Schützenfest sollte schon einen Tag vor Beginn abgeblasen werden. Der damalige Major Wilhelm Lahrmann brachte ein neues Stück Holz nach Sander, und es musste über Nacht ein neuer Adler gemacht werden.
Am 21. Mai begann dann doch noch pünktlich um 7 Uhr das Königsschießen. Nach über 4 Stunden rührte sich der Adler nicht. Wilhelm Lahrmann nahm sein Pferd, und ritt persönlich zu Sander um festzustellen, was mit dem Adler los wäre. Friederich Sander informierte ihn, das Holz für den Adler sei noch einmal ausgetauscht worden. Angeblich mit Wissen des Vorstandes. Es fiel die Bemerkung: "Den alten Stamm kriegt ihr auch nicht kaputt." So hatte Hermann Kolwes das zweite Meisterstück fertig gebracht. Man nahm nun Stärkere Munition, und verlegte den Standort des Gewehres so, dass man schräg von unten schoss. Nach 7 Stunden war es endlich soweit, und August Krüger hatte das letzte Stück Holz des Adlers von der Stange geholt, und konnte als König August der Erste proklamiert werden.
 
Dann wurde Hermann Kolwes Festplatz und Festzeltverbot erteilt.
 
Die zweite Strafe ist nicht bekannt.
1964 war Willi Lange Schützenkönig von Varlheide, seineszeichens Viehhändler.
Auf dem Schützenfest gab es eine Sondereinlage. Willi Griepenstroh, August Neugebauer und Hans Dieterichs hatten eine "Saugute" Idee.
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